„Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand [...]”

Das Gedicht von Theodor Fontane erzählt von einem Mann, der tatsächlich von 1689-1759 auf dem Rittergut Ribbeck im Havelland lebte. Der legendäre Birnenspender blieb in der Bevölkerung unvergessen, weil er über viele Jahre, in denen soziales Elend, Kälte und Hunger herrschten, Kindern süße Birnen schenkte.

Seit 1600 war auf der nördlichen Hälfte der Erde eine Periode kühlen Klimas eingetreten - die Kleine Eiszeit. Diese Epoche bewirkte tiefgreifende ökologische, ökonomische und soziale Veränderungen. Natürlich war davon auch das Havelland betroffen. Unter anderem konnten die hochgezüchteten, wärmeliebenden Birnensorten nicht mehr ausreifen. Auch auf Ribbeck konnten nur robuste Sorten dieses Klima-Desaster überleben. Dabei handelte es sich meist um kleine, früh reifende, farbenprächtige und süß schmeckende Birnen-Sorten. In der Epoche der Kleinen Eiszeit war eine süße Frucht eine Seltenheit und eine begehrte Kostbarkeit.

Damit auch zukünftige Generationen leckere Birnen genießen können, ist eine große Vielfalt an bekannten Birnensorten notwendig. Dieser Aufgabe haben sich Jan Bade und seine Obstmanufaktur gewidmet. In der Obstmanufaktur werden alte und bewährte Obstsorten auf Streuobstwiesen gepflanzt, gepflegt und überprüft und so für die nächste Generation erhalten. Unsere Spende wird für so genannte Kontrollpflanzungen verwendet werden. Die sind zur schnellen Erkennung einzelner Sorten nötig. Um möglichst frühzeitig erste Früchte zur Überprüfung vorliegen zu haben, werden die Sorten auf schwach wachsenden Wurzelunterlagen veredelt. Diese Bäume kommen teilweise schon im zweiten Jahr in den Ertrag. Ist eine Sorte sicher identifiziert, kann sie wieder als langlebiger Hochstamm in die Landschaft gepflanzt werden

Mehr unter:
www.obstmanufaktur.com
www.zeit.de/2011/39/Alte-Obstsorten
www.pomologen-verein.de
www.vonribbeck.de

 

 

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