„Ich kam hierher, um zu kämpfen. Ich fahre heim, um zu lieben.“
G., 24 J., Palästinenserin, August 2004

Seit der palästinensischen Revolte in der zweiten Intifada und den verstärkten Repressionen der israelischen Besatzung durch Ausgangssperren, Mauerbau usw. ist es immer schwieriger bis unmöglich, dass sich Menschen aus Israel und Palästina (Westbank) zu Hause begegnen. Im Sommer 2002 wurden mit Hilfe der Aktion „Ferien vom Krieg“ zum ersten Mal junge Menschen aus der Krisenregion zu einer gemeinsamen Freizeit eingeladen. Seitdem verlebten 900 junge Erwachsene aus Israel und 900 aus Palästina zwei gemeinsame Wochen in Deutschland, in denen unter einem Dach gelebt, erzählt, zugehört, debattiert wurde, und auch gestritten, getrauert, gefeiert und gelacht.

Die jungen Menschen aus den verfeindeten Gruppen hören bei den Dialogseminaren einander zu, lernen die fremde Sicht auf die Konfliktgeschichte kennen und streiten sich teilweise heftig – aber sie weinen und trauern auch zusammen um die Opfer. Diese Begegnungen sind intensiv und schmerzhaft, gleichzeitig sind sie hoffnungsvoll und ermutigend.

Die Aktion „Ferien vom Krieg“ zeigt, dass es in Kriegsgebieten – trotz Vorurteilen und Hass – neugierige junge Menschen gibt, die der jeweils herrschenden Propaganda nicht mehr trauen und die ihre angeblichen Feinde von Angesicht zu Angesicht kennen lernen wollen.

 

Mehr dazu unter
www.ferien-vom-krieg.de

 

 

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